Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Ahrens,
mit großer Aufmerksamkeit verfolgt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn die derzeitige Diskussion in der Iserlohner Bevölkerung um den Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in der Iserlohner Heide. Zahlreiche Leserbriefe haben in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, mit welcher Intensität diese Diskussion öffentlich geführt wird und mit welchen Sorgen und Ängsten dem Bau einer Moschee begegnet wird.
Insofern war es richtig und wichtig, in einem ersten Schritt diese Bedenken im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 16. März 2010 aufzugreifen, sachlich zu informieren und Beteiligte zusammenzubringen.
Eine neue Güte erfährt die öffentliche Debatte nun durch ein Bürgerbegehren, welches die Verkehrs- und Parkplatzsituation um eine künftige Moschee zum Thema macht. Die große Resonanz dieses Bürgerbegehrens zeigt uns, dass innerhalb der Bevölkerung ein deutlicher Diskussionsbedarf vorhanden ist. Dabei geht es nicht nur um den Bau der Moschee selbst, sondern um das Thema Integration insgesamt. In Gesprächen wird uns gegenüber immer wieder die Befürchtung geäußert, dass in Stadtteilen Parallelgesellschaften entstehen.
Die CDU-Fraktion hat sich dieses Themas angenommen und wird in den nächsten Wochen viele Gespräche führen, um sich über Beispiele gelungener und gescheiterter Integration zu informieren. Gesprächsbedürfnis und Kritik dürfen nicht einfach ignoriert werden. Deshalb fordern wir auch die Verwaltung auf, sich dieses Themas intensiv anzunehmen.
Wir erwarten, dass Probleme identifiziert und Lösungen aufgezeigt werden. Dabei sind gerade auch persönliche Gespräche mit allen Bevölkerungsgruppen unserer Stadt wichtig, um so ein authentisches Bild über das Zusammenleben der Kulturen in Iserlohn zu erhalten und nach eventuellen Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Wir werden Sie bei dieser Arbeit nach Kräften unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Kramer
CDU-Fraktionsvorsitzender