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07.05.10

Wollen dringend Lückenschluss der A46

 

www.initiative-pro-a46.de

NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper am Seilersee


„Es ist unverändert so: Wir wollen dringend den Lückenschluss der A 46 zwischen Iserlohn und Neheim!“ Das sagte gestern NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) bei einem Ortstermin mit Vertretern der Initiative „Pro A 46“, zu dem der heimische Landtagsabgeordnete Thorsten Schick gestern eingeladen hatte.

„Die Iserlohner ärgern sich seit vielen Jahren darüber, dass eine Autobahnbrücke über eine tolles Naherholungsgebiet geht, um dann praktisch im Nichts zu enden“, sagte Schick.

Es werde mit Hochdruck an den Planungen und Verfahren gearbeitet, sagte Minister Lienenkämper. Alle berechtigten Interessen würden dabei berücksichtigt. Ein voreiliger Beschluss, der sich dann als anfechtbar herausstelle, würde eher schaden, als nutzen. Generell stellte Lienenkämper zur Umweltverträglichkeitsprüfung fest, dass eine verträgliche Linienführung möglich sei. Wo es noch Knackpunkte gebe, seien Ergänzungen nötig. Tenor ist es wohl, dass es im Bereich Hemer und Menden nur noch marginale Abweichungen bei der Trassenführung geben werde. Im Bereich Hönnetal und auch im weiteren Trassenverlauf Richtung Neheim seien aber noch weitere Untersuchungen nötig. Lienenkämper dankte dem Arnsberger Regierungspräsidenten Helmut Diegel, der sich mit Nachdruck und auch persönlich um die Lösung von Konflikten kümmere, um möglichst zu einem regionalen Konsens zu kommen. „Wenn ich weiter im Amt bleibe, wird es so schnell wie möglich eine glasklare Entscheidung geben, die dann auch umgesetzt wird“, sagte der Minister bei einem Gedankenaustausch im „Campus Garden“. Einen Zeitplan wollte er aber nicht nennen.

Dr. Sigurd Pütter verdeutlichte für die Initiative „Pro A 46“ anhand von Zahlen die Notwendigkeit eines Weiterbaus. 22 Prozent seiner Mitarbeiter würden in Hemer und Menden leben. Durch die fehlende Autobahn würden diese als Pendler pro Jahr 133 Stunden mehr im Auto sitzen. Zeit, die etwa auch für die Familie fehle. Und Arnsberg etwa sei gefühlt so weit weg wie Siegen oder Münster, dabei seien es eigentlich nur ein paar Kilometer. Dr. Pütter stellte auch Ergebnisse von Vergleichsfahrten zwischen Iserlohn und Hagen vor. 15,6 Minuten bei einem Spritverbrauch von 5,8 Litern dauerte es auf der Autobahn, 32,6 Minuten bei einem Spritverbrauch von 6,3 Litern auf der Landstraße. Neben der ökonomischen habe ein Lückenschluss der A 46 somit auch eine ökologische Komponente. Und man müsse den Fokus auch weiterhin auf die vielen Anwohner richten, die tagtäglich unter dem starken Durchgangsverkehr in Hemer und Menden leiden würden. An die Menschen, und nicht nur an die Schwarzstörche, müsse gedacht werden.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Schmitt und Fraktionsvorsitzender Rolf Kramer zeigten sich davon überzeugt, dass die Planungen zum Lückenschluss unter Rot-Grün wieder in der Schublade verschwinden würden.

Text: derwesten.de (IKZ) vom 07.05.10
Bild: Initiative pro A46